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Pensionierung Ueli Gabathuler

"Es war schon manchmal ein Murks"

Bericht von Doris Büchel erschienen im
W&O vom 22. November 2014

40 Jahre lang war Forstwart Ueli Gabathuler aus Oberschan für die Ortsgemeinde Wartau tätig. Im Porträt erzählt er über die Tage im Wald und Kameradschaft.

Am meisten werde er den Geruch von Holz vermissen. Und natürlich die Kameraden, sagte Ueli Gabathuler diese Woche, an einem seiner letzten Arbeitstage in der Sägerei Lonna in Weite. 40 Jahre lang war der Oberschaner für die Ortsgemeinde Wartau als Forstwart tätig. Wenn dieser Artikel hier erscheint, wird er bereits den zweiten Tag als Pensionär geniessen. Als er sich 1967 für die dreijährige Lehre als Waldfacharbeiter entschied, ahnte er wohl noch nicht, dass er sein Berufsleben lang keine neue Arbeitsstelle mehr antreten würde. "Doch mir gefiel die Arbeit im Wald von anfang an." Und so sei es auch immer geblieben, sagte er ruhig. Und dann erzählte er von den unzähligen Stunden die er im Wald verbrachte, von den vielen Bäumen die er fällte, den Lawinenverbauungen am Gonzen, vom Wildschutz und der Arbeit die er stets am liebsten mochte, der Jungwuchspflege. "Früher fällten und sägten wir die Bäumen noch von Hand und führten diese auch von Hand ins Tal. Das war schon manchmal ein Murks." Doch schon bald nach der Lehre seien die Motorsägen aufgekommen. Auch die Seilzüge hätten die Arbeit etwas erleichtert. Und doch: "Es war ein harter Job. Man ist bei Regen und Sturm und Nässe und Kälte draussen." Arbeitete Ueli Gabathuler nicht im Wald, war er stets gerne in der Sägerei tätig.

Ueli Gabathuler ist kein Mann der vielen Worte. Einer, der ihn besonders gut kennt, ist Ruedi Gabathuler, Vorgesetzter der Sägerei. "Ueli ist ein absolut zuverlässiger und ruhiger Kamerad. Ein zahmer Kollege." Er lacht herzhaft. "Wenn Ueli in der Sägerei war wusste ich, dass alles klappt." Es war denn auch die Kameradschaft und der grosse Zusammenhalt unter den rund acht Mitarbeitenden, die Ueli Gabathuler immer sehr geschätzt hat. Man habe schon immer noch Zeit gefunden, ein paar Sprüche zu klopfen, erzählte er und schmunzelte. Oft hätten die Kameraden das Mittagessen im Wald eingenommen, sich aus dem Rucksack ernährt: Cervelats, Brot, Käse, Tee aus der Thermoskanne, Wasser. Das habe ihn nie gestört, im Gegenteil, so Ueli Gabathuler.

Was wird ihm von den vergangenen Jahren besonders in Erinnerung bleiben? Einmal habe auf Trunnahalda, weit ob Oberschan, der Wald gebrannt, erzählte er. "Das war ganz speziell." Und einmal sei beim Sägen ein Baumstamm in die falsche Richtung gerollt und habe ihm sein Bein zerschmettert. Dieser komplizierte Beinbruch sei glücklicherweise, nebst einem Schnitt mit der Motorsäge in einen Finger, der einzige Unfall seiner Berufslaufbahn geblieben.

In Zukunft werde er sich wieder mehr seinem Hobby widmen können, so der Naturbeobachter, der 31 Jahre lang Vogelschutzobmann des OV Wartau war. So wird man Ueli Gabathuler wohl auch in Zukunft im Wald antreffen. Zumindest immer dann, wenn er nicht gerade seinen Kameraden in der Sägerei Lonna einen Besuch abstatten wird. Er freue sich auf den neuen Lebensabschnitt, sagte er noch, bevor er sich wieder seinen Gehörschutz aufsetzte und sich an die Arbeit machte. Schliesslich gab es noch viel zu tun, bis er am Donnerstagabend offiziell in die Pension entlassen wurde.