Pensionierung Ernst Vetsch
Wir haben bei Ernst nachgefragt, wie er die unglaublich lange Zeit seit 1985 erlebt hat.
Wie beschreibst du die vergangenen 40 Jahre?
Seit 1985, also während 40 Jahren, konnte ich den schönsten Beruf den es gibt, ausüben. Ich durfte den Wald auf einer grossen Fläche aktiv gestalten. Durch ein einschneidendes Erlebnis vor rund 30 Jahren wurde ich auf die Waldbauform aufmerksam, die heute zukunftsweisend ist und bereits seit Jahrzehnten im Rahmen des geforderten Waldumbaus in den Wäldern im Wartau umgesetzt wird.
Wie der menschliche Organismus unterliegt auch der Wald einem ständigen Wandel. Die tägliche Beobachtung und das Erleben von Veränderungen sind Eigenschaften, die nur der Försterberuf bietet. Die Möglichkeit, durch die Waldpflege einen wertvollen und einzigartigen nachwachsenden Rohstoff zu produzieren und zu ernten, erfüllt mich mit Stolz.
Die Arbeit im Wald und die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl unterschiedlicher Menschen empfand ich stets als sehr erfüllend. Dies alles war nur möglich dank eines guten Umfelds, engagierter Mitarbeiter und einer zeitgemäßen Betriebsorganisation. Dafür bin ich sehr dankbar.
Was war dir in dieser Zeit wichtig?
Betriebsführung:
Die Schaffung einer zeitgemäßen Betriebsorganisation ist von entscheidender Bedeutung, um motivierte Mitarbeiter zu fördern und eine hohe tägliche Leistungsfähigkeit zu gewährleisten.
Waldbau und Holzernte:
Waldbau und Holzernte sind zwei eng miteinander verbundene Kernkompetenzen des Försters. Der Dauerwald zeichnet sich dadurch aus, dass er die Gesamtaufwendungen auf der Fläche minimiert und alle Waldfunktionen optimal erfüllt.
Aus- und Weiterbildung:
Die Sicherstellung einer qualifizierten und motivierten Belegschaft ist von entscheidender Bedeutung, um die Wälder auch in Zukunft zukunftsorientiert zu pflegen und den Rohstoff Holz wirtschaftlich zu ernten. Über einen Zeitraum von 40 Jahren konnte ich diese Entwicklung massgeblich mitgestalten.
Zukunft:
Ich blicke der Zukunft erwartungsvoll, aber auch mit einer gewissen Wehmut entgegen.
Ich hatte die Möglichkeit, mein Wissen in einem kleinen Abschnitt im Leben eines Baumes einzubringen. Wenn ich in Zukunft in den Wäldern unterwegs sein werde, werde ich entspannt auf eine gute Zeit und bleibende Taten zurückblicken können.
Energie ist der Motor für alles, was auf unserer Erde passiert. Ich konnte meine Energie bis jetzt für die Waldbesitzer und den Wald einsetzen.
In Zukunft werde ich die Energie für andere Dinge brauchen können.















